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Verbindlicher
Schachunterricht seit 2008
an der St.-Sebastian-Schule Raesfeld
1)
Wie kam die Schule auf die Idee?
- Auslöser: Veröffentlichung der Ergebnisse der
Schulschachstudie der Uni Trier im Herbst 2007
- Kompetenz und Stärke unserer Schule im Bereich Schach
(15 Jahre Schach-AG-Erfahrung, mehrere Schachlehrer, ...)
2)
Was erhofft sich die Schule davon (für
die Schüler)?
- genaueres Hinschauen bei Aufgabenstellungen,
„Situations-/Aufgabenanalyse“ vor Aktionismus
- Verbesserung der Konzentration
- Lernen des Umgangs mit Niederlagen
- Stärkung des Selbstwertgefühls - und
vieles mehr...
3)
Reaktion der Eltern
Schulpflegschaft befürwortet einstimmig die Einführung des
Schachunterrichts für alle Klassen
4)
Reaktion der Lehrer / Wer unterrichtet?
- Lehrerkonferenz befürwortet Schachunterricht einstimmig
- schulinterne Fortbildung wird von sämtlichen Lehrern genutzt
- 8 Lehrer unterrichten Schach bereits im Schuljahr 08/09
5)
Wie reagieren die Schüler?
- Schüler sind sehr motiviert
- sehen Schach als willkommene Unterbrechung des Schulvormittags,
sehen es als "Spielen" statt "Lernen" an
6)
Was sagen die Schulbehörden?
unbürokratische Duldung der Innovation nach Vorlage des
Konzepts
bei Schulamt u. Ministerium
7)
Wie läuft das organisatorisch?
1 Stunde Förderunterricht wird wöchentlich in jeder Klasse
als
Schachunterricht gestaltet
8)
Wie läuft das methodisch und
didaktisch?
- Erklären der Gangart aller Figuren auf einmal würde
Grundschulkinder überfordern und verwirren, daher:
- spielgemäße Einführung durch Minispiele (Bauernschach etc.)
- grundsätzlich kurze Demo-Phasen, viel Praxis
- weitere Infos siehe Kapitel "Inhalt"
9)
Wird das Fach benotet?
keine Benotung, aber gute Möglichkeit der Beobachtung von Lernkompetenzen und Lernfortschritten
(z. B. Auffassungsgabe, Konzentrationsfähigkeit und -ausdauer)
10)
Gibt es erste Erkenntnisse?
- Motivation ist insgesamt sehr hoch
- Verlängerung der Bedenkzeit beim Spielen ist beobachtbar
- positive Auswirkungen auf Schüler-Schüler- und
Lehrer-Schüler-Verhältnis (Lehrer spielen mit Schülern)
- Transfer in die Familien ist vielfach feststellbar (Eltern u.
Geschwister spielen mit dem Kind, gemeinsames Lernen)
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